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Ausrüstung Fahrzeug der Tauchgruppe: Gerätewagen Wasserrettungzur Bewältigung ihrer Aufgaben steht der Feuerwehr-Tauchgruppe der Stadt Petershagen ein Gerätewagen Wasserrettung zur Verfügung. Das Fahrzeug stammt von der Löschgruppe Bierde der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Petershagen. Es zählte zu den Katastrophenschutz-Beständen des Bundes, daher rührt auch die blaue Lackierung. Kurz nach dem Kauf des Fahrzeuges durch die Stadt Petershagen wurde es zur weiteren Verwendung vom Stadtbrandmeister an die Tauchgruppe übergeben. Nach der Übergabe erfolgte vor der Indienststellung ein aufwendiger Umbau mit Sanierungsarbeiten in Eigenleistung durch die Mitglieder der Tauchgruppe. Hierbei konnte die Ausstattung optimal an die Anforderungen des modernen Wasserrettungsdienstes angepasst werden. Das Fahrzeug hat folgende Eckdaten:
Ausrüstung:
Tauchgerät Interspiro MK II F Bei diesem Gerät handelt es sich um ein speziell auf die Anforderungen des Feuerwehrdienstes zugeschnittenes autonomes Leichttauchgerät. Es stammt ursprünglich aus der Berufstaucherei und militärischen Anwendungen. Das Gerät ist mit einer Vollgesichtsmaske und einer mechanischen Reserveschaltung ausgerüstet. Für Tauchtiefen bis zu 10 Metern und zur unverzüglichen Menschenrettung ist eine im Einsatz befindliche Variante mit einer Flasche 6 Liter/300 bar bestückt. Die weitere Variante für technische Hilfeleistungen und Tauchtiefen größer 10 Metern ist mit zwei Tauchflaschen 7 Liter/200 bar bestückt. Unterwassertelefon Das Unterwassertelefon wird der Feuerwehr-Tauchgruppe für ihre Arbeit vom Feuerwehrtauchverein zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um eine Eigenentwicklung des Tauchvereins, die den gängigen Normen und Richtlinien entspricht. Für das Telefon stehen Sprechgarnituren zu den gängigen und innerhalb der Tauchgruppe verwendeten Vollgesichtsmasken bereit. Es ist sowohl für Trocken- als auch Nasstauchbetrieb geeignet. Die Sprechanschlüsse sind belegbar von einem Taucher und dem zugehörigen Signalmann. Ein weiterer Eingang dient der Bereitstellung eines Audio-Signals, z.B. Einkopplung von Einsatzstellenfunk im 2 m – Band o.ä. Die Basis verfügt über Spritzwasserschutz und ist mit handelsüblichen Batterien betreibbar. Eine Batterieumschaltung zum Wechsel ist während des Tauchbetriebes möglich. Überwiegender Einsatzfall des Tauchertelefons sind Einsätze zur technischen Hilfeleistung, das Tauchen an technischen Einrichtungen wie Wehranlagen und Schleusen, sowie Eistauchgänge.
Unterwasser-Hebezeug Zum Einsatz kommen hier bis zu 6 Hebesäcke mit einem Füllvolumen von jeweils 125 Litern. Die Hebesäcke sind zentral über einen Verteiler ansteuerbar. Fassheber Der Fassheber kann im Zusammenhang mit den Hebesäcken oder einer Lastenaufnahme von der Oberfläche aus (z.B. Kran oder Drehleiter) zum problemlosen Heben von Normfässern eingesetzt werden. Notfallausrüstung mit Sauerstoff Die Notfallausrüstung wird der Feuerwehr-Tauchgruppe für ihre Arbeit vom Feuerwehrtauchverein zur Verfügung gestellt. Neben den originären Einsatzgebieten, die hinlänglich aus dem Rettungsdienst bekannt sind, ist die Ausrüstung für die Taucher von großer Wichtigkeit. Sie dient der Eigensicherung bei Einsätzen und Übungen, sowie zur Ausbildung der Feuerwehrtaucher. Bei Taucherunfällen mit Klassifizierung eines DCS Typ I oder II (Stickstoffembolie) ist die Gabe von Sauerstoff unverzüglich empfohlen. Die neben dem Sauerstoff notwendige Ausrüstung und deren Bedienung sind daher unabdingbar für den gesicherten Einsatz von Tauchern. Sporttauchgeräte mit Apeks TX 100 Die Sporttauchgeräte werden der Feuerwehr-Tauchgruppe für ihre Arbeit vom Feuerwehrtauchverein zur Verfügung gestellt. Sie werden zum Gewöhnungstauchen bei der Grundausbildung im Freibad eingesetzt. Bei der privatrechtlichen Nachwuchsarbeit des Tauchvereins und beim Dienstsport erfolgt die Nutzung zu Ausbildungszwecken im Freigewässer. Im Einsatz dienen die Geräte vorwiegend zur Rettung verunfallter oder eingeklemmter Sporttaucher, denn Sporttauchern ist im Falle einer Rettung kein Umstieg unter Wasser auf eine Vollgesichtsmaske zuzumuten. Die Ausbildung mit Vollgesichtsmasken ist bei Sporttauchern nicht üblich.
Taucheranzüge Die Tauchanzüge werden der Feuerwehr-Tauchgruppe für ihre Arbeit vom Feuerwehrtauchverein zur Verfügung gestellt.
Naßtauchanzug In einem derartigen Tauchanzug wird man nach kurzer Zeit am gesamten Körper nass. Zwischen der Haut und dem Neopren des Anzugs bildet sich ein Wasserfilm, der aufgewärmt wird. Je besser der Anzug sitzt, umso geringer ist die Umwälzung dieses Wasserfilms und umso besser ist die Erhaltung der Wärme im Anzug. Der Nasstauchanzug zeichnet sich durch sehr guten Tragekomfort und geringen Aufwand aus. Trotzdem ist er als Einsteigermodell zu betrachten, da beispielsweise Tauchgänge in kontaminierter Umgebung mit dem Anzug nicht zulässig sind. Trockentauchanzug In einem Trockentauchanzug bleibt man grundsätzlich trocken, es sei denn der Anzug wird durch Schweiß oder andere Umstände von innen her benässt. Je nach Ausführung des Anzuges trägt man ihn mit einem overallartigen Unterzieher aus Thermostoff, oder mit langer Funktionswäsche. Die trockenen Tauchanzüge zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch in kontaminierten oder extrem kalten Gewässern eingesetzt werden können. Tauchgeräte Heins-Peter Diese Tauchgeräte werden bei Bedarf der Feuerwehr-Tauchgruppe für ihre Arbeit vom Feuerwehrtauchverein zur Verfügung gestellt. Gemäß der FwDv 8 dürfen für die Arbeit unter Wasser auch Tauchgeräte gemäß EN 250 mit Vollgesichtsmaske zum Einsatz kommen. Eine solche Gerätekombination im Zusammenhang mit einer Risiko- und Gefahrenanalyse für die benannten Einsatzbereiche wurde gemeinsam mit den Feuerwehrtauchern des Kreises Heinsberg initiiert. Das Ergebnis ist ein Grundgerüst eines Tauchgerätes, welches sowohl mit einem Taucher-Rettungskragen, als auch mit einem sogenannten Jacket getaucht werden darf und im vollen Umfang den Vorgaben für Feuerwehrtauchgeräte entspricht. | |||||||||||||||||||